Mittwoch, 9. April 2014

Florenz und die Saison (Teil 2)

Mein persönlicher Kalender zu Florenz geht zu Ende..

Juli
Ein schwieriger Monat: einfach gesagt, es ist heiss. Zu Besuch der Stadt nicht gut geeignet, Florenz  ist wie ein riesiger Ofen.
Tipps: früh aufstehen und die prächtigen Sommermorgen geniessen; aufs Land fahren. Oder ein Freibad aussuchen und dort den Tag verbringen.
In alten Kirchen ist die Temperatur auch optimal; klimatisierte Einkaufszentren am liebsten vermeiden.
Am schönsten sind die Abende und Nächte, wenn man ausgeht und Eis oder Wassermelone isst .

August
Wie Juli aber mit einem wesentlichen Unterschied: es ist noch der Monat, in dem die meisten Urlaub haben. Das bedeutet, dass in Florenz kaum Florentiner zu finden sind.
Zum Thema Klima ist die Situation identisch. Nachts ausgehen.

September
Ein wunderschöner Monat mit viel Tourismus. Normalerweise beginnt das Stadtleben nach der August-Pause wieder; neue Ausstellungen, neue Konzerte, aber auch noch Sonne und schönes Wetter.
Ich mag diesen Monat sehr und sein helles und warmes Licht. Auf dem Land ist es das Fest der Weinlese: am besten daran teilnehmen. Anstrengend aber schön.
Und ein Muss zu dieser Zeit kommt aus der Küche: die "schiacciata con l'uva" kann man nur im September essen. Dieser Kuchen wird mit Brotteig, Weintrauben, Olivenöl und Zucker zubereitet: einfach himmlisch!


Oktober
Normalerweise sollte es herbstlich sein aber die Tage sind auch im Oktober immer öfter warm und sommerlich. Die Stadt trägt die gelben Kleider der Bäume.
Oktober ist unter den Touristen sehr populär: wir Italiener sind ein bisschen neidisch, weil wir dagegen nur arbeiten müßen.

November
Kurze Tage und viel Regen. 1966 überschwamm der Fluss Arno am 6. November.
Der Monat hat an sich wenige Vorteile, möchte man aber eine Reise nach Florenz planen, ist das die beste Zeit. Niedrige Saison, kein Problem in der Hotelsuche, in den Museen, im Resturant.

Dezember
Die Weihnachtsstimmung ist hier anders als in Nordeuropa. Wir machen auch Lichter und Verzierungen, die wirken aber bescheiden.
Die Schaufenster der Geschäfte in der Innenstadt und ausserhalb sind reich an Waren und Farben. Weihnachtsbäume stehen überall, die Leute kaufen mehr als normal ein. Einen Weihnachtsmarkt haben wir auch, aber er kommt aus Heidelberg! Weihnachtsmäkte haben wir traditionell nicht, es sind eine fremde Tradition, die wie Halloween aus dem Ausland gekommen ist.

Weihanachten ist in Italien das Fest der Familie, das Fest der Kinder. Eine familiäre Tradition sind die Krippen, man findet sie überall, sowohl in privaten Wohnungen als auch in Kirchen und Palästen.