Donnerstag, 22. Mai 2014

Palazzo Strozzi








Das ist Palazzo Strozzi in Florenz. Er hat einen wunderschönen Hof. Der Palast gehörte einer wohlhabenden Familie der Stadt, heute gilt er als Ausstellungszentrum.
Die wunderschöne Austellung über Pontormo und Rosso Fiorentino findet hier noch bis zum 20. Juli statt.
Von Pontormo habe ich in einem anderen Post geschrieben.

Nächste Ausstellung ab dem 20. September: Pablo Picasso. Auch nicht zu vermissen.

Sonntag, 11. Mai 2014

Florenz und Gärten

Wenn ich eine neue Stadt im Frühling besichtige, suche ich mir immer einen Garten bzw. einen Park aus, den ich irgendwann unter den Museen besichtige.

Frühling ist die beste Zeit, nicht nur weil es meine beliebte Jahreszeit ist, sondern auch weil alles blüht.
Die Tage werden schnell länger, es ist angenehm warm, nicht heiss wie im Sommer, wo bei uns die Gärten  meistens trocken sind.

Ubrigens sind die Gärten auch ein Teil unserer künstlerischen Erbschaft, der sog. "giardino all'italiana" galt als Vorbild in ganz Europa.

Wissen Sie schon, welchen Garten in Florenz Sie besuchen werden?
Sie haben eine Auswahl. Ich gebe Ihnen meinen Tipp.
Mein allerbester ist Giardino Bardini. Kein freier Park sondern ein historischer Garten, ein Teil von dem Besitz von Stefano Bardini, der als Antiquitäten-und Kunstsammler viel Geld gemacht hatte und einen palazzo, eine Villa und diesen Garten an einem Hügel kaufte.
Der Garten hat seinen Eingang an der via dei Bardi, vom Ponte Vecchio in wenige Meter zu erreichen.
Die Eintrittskarte ist nicht besonders preiswert, € 10 aber gemeinsam mit Giardino di Boboli, man kann zwei wunderschöne Gärten damit besuchen.

Der Giardino Bardini dehnt sich auf einem Hügel aus, er ist vollkommen aufwärts. Wenn man den Top erreicht, hat man einen hervorragenden Ausblick auf Florenz, die Stadt ist ganz nah, man kann sie fast berühren.

Der Garten hat viele Pflanzen, Rosen, Glyzine, riesige Azaleen und alte Bäume und noch Statuen und Brunnen.
Geht man die Treppen hinauf, erreicht man den Höhepunkt mit einer Loggia, die für kleine Austellungen oder Konzerte benutzt wird.
Es ist ein eleganter, ruhiger Ort. Wenn man eine schöne Aussicht sucht, dann ist man hier richtig.



Der Ausblick auf die Stadt











Freitag, 2. Mai 2014

Eine Stadt mit Türmen

Florenz, die Stadt der Renaissance. Wie oft haben wir diesen Satz gehört? Es ist sicher wahr, aber Florenz ist nicht nur Renaissance.

Die Stadt hatte ihre grösste Entwicklungsperiode am Anfang des 14. Jahrhunderts, die letzte Stadtmauer wurde 1333 aufgebaut. Der Umfang der neuen Mauer war sehr breit, die Stadt war in voller Blüte und man suchte neues Land. Die 5. Statdmauer war so verbreitet, sie umzirkelte nicht nur den alten römischen Entwurf, nein, sie reichte bis zu dem linken Arnoufer.
Auf jeden Fall kam dann eine grosse Pestilenz und die Einwohneranzahl der Stadt versank dramatisch; die leeren Räume bis zu der Mauer blieben jahrhundertelang leer.

Mit dieser kurzen Einführung will ich sagen, dass die Stadt im Mittelalter mächtig war und dass ein mittelalterlicher Charakter noch da ist.
Damals wohnten die reichen Familien in Türmen, man nannte sie case torri oder Turmhäuser; die Strassen waren sehr eng und dunkel, es gab keine imponierenden Paläste der dominierenden Familen, die erst nach 1400 aufgebaut wurden.

Es ist eine "anders gemeinte" Besichtigung der Stadt, wenn man sich die Türme von Florenz aussucht; dann kann man sich eine Vorstellung machen, wie es damals aussah - wahrscheinlich San Gimignano sehr ähnlich.

Alle Türme, die Sie hier sehen, befinden sich in der Nähe vom Fluss dem sog. Borgo San Jacopo entlang





Viele Case torri in Borgo San Jacopo, eng aneinandergereiht




An beiden Enden von Ponte Vecchio standen viele Türme bis 1945. 
Sie wurden leider meistens zerbombt, es bleibt jetzt nur noch einer am rechten Arnoufer, den zeige ich hier, an der Ecke mit Por Santa Maria.