Dienstag, 25. November 2014

Aus Villa Bardini

Das ist die Chronik vom 23. November.
Trotz des Herbsts ist die Temperatur mild und die Sonne scheint.
Ich habe einen schönen Spaziergang gemacht und Villa Bardini zu Fuss erreicht. Von meiner Wohnung sind es 35 Minuten zu Fuss.
Villa Bardini ist ein wunderschönes Museum aber vor allem liegt sie in prächtiger Lage und hat einen wunderbaren Garten.
Ich schreibe bald einen Post darüber.

Von der Terrasse der Villa habe ich einen Video gemacht, weil die Aussicht dort die allerschönste ist. Besser als aus  der Kirche von San Miniato, besser als aus piazzale Michelangelo.
Beim Filmen bin ich nicht gut, aber den Video will ich Ihnen auf jeden Fall schenken

video




Donnerstag, 20. November 2014

San Miniato al Monte

Meinen liebsten Maler habe ich schon zugegeben, Pontormo.
Aber meine liebste Kirche in Florenz, welche ist es?
San Miniato al Monte, richtig.
Diese Kirche hat eine aussergewöhnliche Schönheit. Zuerst ist sie extrem günstig gelegen, oben auf einem Hügel über der Stadt.

Der Legende nach hätte der Heilige Miniato den Hügel erreicht, indem er seinen Kopf unter Arm trug (er war nähmlich enthauptet worden) , hier hielt er still und starb endgültig.

Auf jeden Fall ist die Kirche gross und prächtig ; sie liegt ausserhalb der Stadt doch dominiert sie die Stadt.
Die Fassade ist elegant aus weissem und grünem Marmor. Schlicht, streng, geometrisch in dem typischen romanischen Stil von vielen anderen toskanischen Kirchen - von Pisa oder Lucca z.B.

Das Innere ist wunderbar: es gibt nicht nur Mosaik sondern auch prächtige Einlegearbeit aus Marmor.

Die Figuren sind geheimnisvoll, phantastisch.

Eine alte Krypta ist unter der Kirche; hier beten die Mönche: Eine Gemeinde Benedektiner Mönche lebt hier. Um17.30 Uhr wird Gottesdienst auf Latein zelebriert mit  gregorianischen Gesängen. Oft wird in dieser Kirche Orgel gespielt und dann ist die Atmosphäre besonders eindrucksvoll, fast bezaubert.

Ein Spaziergang bis zu San Miniato ist wirklich zu empfehlen; die Kirche liegt nicht weit weg von piazzale Michelangelo.

Mir ist sie besonders lieb, weil meine Eltern vor 52 Jahren in dieser Kirche heirateten 

Sonntag, 2. November 2014

Le Murate in Florenz. Vielleicht steht das in keinem Führer

Le Murate ist ein Name, den man in vielen italienischen Städten findet. In der Vergangenheit waren es Nonnenklöster für Frauen, die aus der Welt zurückgezogen waren; die Gebäude wurden dann oft in Gefängnisse umgestaltet.
In Florenz haben wir auch ein Le Murate-Komplex.
Bis 1985 war es der Kerker der Stadt, dann wurde es völlig umgewandelt. Meiner Meinung nach ist das Projekt ganz gut geworden.
Die Renovierung war gründlich, aus dem Komplex sind nicht nur Wohnungen gemacht worden sondern auch Geschäfte, kulturelle Zentren, Büros. Vor allem werden hier jungen Unternehmern, die auf technologischen Bereichen arbeiten, kleine Büros angeboten.
Die Höfe des Klosters/Kerkers sind zwei wunderbare neue Plätze geworden.
Die engen Gänge im Inneren sind aufbewahrt worden, damit man nicht vergisst, dass man hier Leute gesperrt hat. Als inneres Balkon wirkt es aber COOL!

Dieser Ort ist vielseitig. Man erkennt das Kloster, man erkennt das Gefängnis, aber es ist nicht traurig oder trüb.
Er ist einzigartig und nicht so üblich für Florenz.
Die zwei Plätze sind besonders im Sommer zu geniessen, es werden dort Konzerte gehalten oder kulturelle Festivals.
Die Namen der Plätze sind auch sehr suggestiv
piazza Madonna della Neve
piazza delle Murate
auf dem zweiten Platz ist ein Café zu empfehlen, das Café  Letterario Le Murate.
Als literarisches Café ist es preiswert und lebendig, mit vielen jungen Besuchern.

Die Leute verweilen auf diesen Plätzen in Ruhe, die Bänke sind bequem und es gibt keinen Lärm. Im Sommer spielen die Kinder hier wie auf Höfen, wie man damals gemacht  hat.


 Wo sind Le Murate? In der Nähe von Sant'Ambrogio Markt, zwischen via Ghibellina und via dell'Agnolo.