Montag, 30. Oktober 2017

Olivenernte

Olivenöl ist hier bei uns eine ernste Sache. Das goldene Fett, das so würzig schmeckt, ist  der beliebte Würzstoff in der Toskana. Niemand würde sein Oel irgendwo kaufen... entweder kennt man einen Olivenölhersteller, oder man sucht einen, auf den man sein Vertrauen setzen kann .
Die Leute, die ein Feld mit Olivenbäumen drauf haben, suchen zu dieser Zeit Hilfsarbeiter bei der Olivenernte.


Grosseltern, Geschwister, Cousinen und Vetter, aber auch Freunde: alle passen zum Ziel.
Wenn man Oliven zusammen pflückt, dann ist man erlaubt, ein bisschen Oel zu bekommen. Und was für eine Freude, das Oel zu bekommen, zu dem man selbst beigetragen hat!!

Olivenbäume sind nicht besonders hoch, wenigstens hier in der Toskana. Sie sind aber voll mit Früchten; die Oliven sind klein und schwarz oder dunkelbraun und von unten sieht man sie ganz gut an den Aesten.
Wenn das Wetter noch warm ist, wie jetzt, ist es besonders angenehm, den ganzen Tag draussen zu sein.



Zur Ernte braucht man die Netze, die man unter die Bäume legt. So können Oliven leicht herunter fallen und gesammelt werden. Dann braucht man Kämme, kurz oder mit langem Stiel, um die Oliven ganz oben fassen zu können. Mit den Händen kann man auch viel Arbeit machen.
Um einen Baum zu pflücken braucht man ungefähr eine Stunde. Die Kisten, die man benutzt um Oliven zu sammeln, wiegen 20 Kilo. In den Kisten gehören dann auch ein bisschen die Blätter, aber nicht so viele.
Mit 20 Kilo erhält man dann 4 Liter Oel. Denn die eigenen Oliven werden direkt zur Oelmühle gebracht; die Mühlen arbeiten viel zu dieser Zeit und auf Schichten und man muss eben seine Schicht reservieren.

Einen Tag Olivenernte sollte man im Leben erleben... das, was Sie hier sehen, war bei mir gestern in Maremma: 200 Olivenbaüme von einem Cousin.