Donnerstag, 23. Juni 2016

Innocenti

Innocenti auf Italienisch Unschuldige.
Das Museum, das heute aufmacht heisst Museo degli Innocenti.
Innocenti, eine Anstalt für die abgestossenen Kinder, die im frühen 15. Jh dank einem Spender aufmachte.
Die Neugeborenen wurden hier von den Müttern verlassen und die Institution empfang sie und brachte ihnen einen Beruf bei.
Eine Tradition der Stadt, die Institution, deren Symbol Sie sicher kennen: die Babys, die aus der glasierten Terrakotta von Della Robbia auf trauriger Weise lächeln.


Die Ausstellungsräume sind völlig renoviert worden, das Museum erzählt jetzt die Geschichte der kleinen Waisen der Vergangenheit. Die Kunstwerke der Galerie sind auch ausgestellt und auf der Dachterrasse, die natürlich extrem panoramisch ist, macht eine Cafeteria auf.
Das Gebäude ist ein Meisterwerk von Filippo Brunelleschi am piazza Santissima Annunziata.

Das Museum öffnet morgen, am 24. Juni, St. Johannestag dem Schutzheiligen von Florenz.
Ich will es so bald wie möglich besichtigen

Montag, 13. Juni 2016

Forte Belvedere wiedergeöffnet

Mein beliebster Aussichtspunkt in Florenz ist ohne Zweifel Forte Belvedere.
Der Forte ist eine Festung, die die Medici über der Stadt von Bernardo Buontalenti erbauen liessen. Als Festung hat der Forte nie eine Rolle gespielt, das Gebäude gilt aber als wunderschönes Merkmal der Stadt, man sieht ihn von unten, man erkennt die weisse Fassade, die eleganten Linien, die reine Geometrie. Um den Forte herum sind Wiesen, die sich wie ein Balkon Richtung Florenz herausstrecken. Die Aussicht ist so imponierend, die Kuppel kann man fast anfassen!

Schon seit Jahren, schon als ich ein Kind war, hat man den Forte als Austellungsraum im Freien benutzt.
Eine grossartige Ausstellung von Henry Moore hat hier in den 70er Jahren stattgefunden. Ich war nur ein Kind, aber meine Eltern haben mich zu der Ausstellung gebracht und ich weiss immer noch, wie es da oben aussah.

ph. Gioitta


Dann war lange der Forte zu.


Seit ein paar Jahren öffnet die Stadt den Forte vom Frühling bis Hochsommer, weil man dort Kunstaustellungen zeitgenössischer Künstler organisiert.

Die laufende Ausstellung ist von  Jan Fabre, einem belgischen Künstler. Schon seit ein paar Wochen stehen einige Statuen von ihm in der Innenstadt bzw. auf Piazza Signoria und im Inneren von Palazzo Vecchio. Auf Piazza Signoria ist die riesiggrosse Schildkröte.



Fabre ist entweder sehr beliebt oder sehr verachtet. Seine Kunst ist oft Herausforderung, die Performances sind extrem.
Die Austellung auf dem Forte ist beeindruckender vor allem wegen des Ortes. Doch einige Figuren habe ich nicht schlecht gefunden, zum Beispiel diese Reihe von goldenen Badewannen mit Mann drin.


Auf jeden Fall empfehle ich eine Besichtigung, übrigens ist der Eintritt kostenlos.