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Samstag, 5. Oktober 2024

Die Farben im Herbst



Ich liebe Herbst. Vor allem wenn die Tage so sonnig und hell sind wie auf dem Bild. Wie heute.
Die gelben Bäume machen mich froh.
Und Sie, was halten Sie vom Herbst?


Das Licht, das durch die Blättert filtert, ist gelb und warm und entspannend.


Und Ginkgo Biloba ist wie ein Wunder


Samstag, 6. April 2024

Rationalistische Architektur in Florenz

Mitten im Park Le Cascine - dem grössten Stadtpark - liegen einige Gebäude aus Backstein. Stacheldraht trennt die Gebäude von der Strasse.
In den Gebäuden fand die Luftwaffe Italiens zur Zeit des Faschismus ihren Sitz.
Heute sind die Gebäude immer noch eine militärische Hochschule fürs Flugwesen.
Hier darf man normalerweise nicht eintreten; manchmal werden hier aber Theatrestücke dargestellt oder Veranstaltungen organisiert: es ist die Gelegenheit, um diese unglaublich schöne Schule zu besichtigen.

Die Gebäude hat man zwischen 1938 und 1939 erbauen lassen. Rationalistische Architektur gehört zum Faschismus.
In unseren italienischen Städten sind noch viele Vorbilder von diesem Stil, dem ersten authentisch modernen Stil - wenn nicht ganze Städte (Sabaudia oder Guidonia, im Latium): in Florenz haben wir zum Beispiel den Hauptbahnhof Santa Maria Novella oder das Fussballstadion Franchi.

Faschismus war politisch und sozial sehr schlecht und führte uns zum Zweiten Weltkrieg; aber der Stil der Zeit, der sog. rationalistische Stil gefällt mir sehr. 
Es riecht nach Modernität, es dringt an die Offentlichkeit die Zuversicht auf die Zukunft - was wir jetzt nicht mehr haben.

Bei der Hochschule fürs Flugwesen  heisst der Architekt Raffaello Fagnoni.
Er war ein Florentiner, 1966 gestorben. An diesem Projekt arbeitete er eifrig, plante alles innerhalb drei Monaten, liess alles (insgesamt 5 Gebäude + Sportanlagen und Park) in 11 Monaten aufbauen.

Die Kaserne ist nicht nur modern, elegant und schlicht: ich mag auch die extreme Achtsamkeit für Dekoration und Zubehör. Nicht nur Architektur sondern auch Details, Material, Linien.

Einige Beispiele:
Aula Magna mit extra-entworfenen Stühlen.
Türen mit Dekorationen und Türklinken, die wie Flügel aussehen.
Mosaik-verzierte Halle mit blumenformigen Glaslampen.
Alles perfekt, alles elegant. Wie bei dem Jugendstil, aber im Gegenteil zu dem geradelinig, essentiell, rein. Manche könnten meinen: kalt.

Mir gefällt es unheimlich. Architektur, wie es danach nicht mehr gegeben hat.
Ein paar Bilder von den Gebäuden und den Details.
Enjoy!











Donnerstag, 10. November 2022

Zwei Lokale zu empfehlen

Sind Sie in Florenz und suchen einen guten Tipp zum Essen und Trinken? Hier zwei gute Adressen. Beide sind besondere Lokale, beide sind den ganzen Tag geöffnet d.h. man kann frühstücken, zu Mittag essen, Kaffee trinken, einen Aperitif nehmen oder endlich mal ein Abendessen mit Freunden machen.


Das erste Café-Restaurant, von dem ich berichten möchte, ist eine neue Eröffnung von Ditta Artigianale. 

Die Räume sind neben der Kirche von Sant'Ambrogio, sie bestehen aus ein paar grossen Räumen und dem Kirchgang von dem ehemaligen Kloster von Sant'Ambrogio. Dieser Raum war für mich völlig unerwartet. Hier habe ich einen Aperitif genommen, ich war eingeladen und weiss nicht, was es gekostet hat. Die Stimmung ist jung aber nicht chaotisch, die Einrichtung sehr gepflegt, wie immer bei diesem Lokal und die Option Kirchgang ist wirklich interessant, wenn man draussen sitzen möchte. 

So sieht es aus



Was man in dem Foto unten sieht, ist der Raum der sog. KaffeeSchule.



Die zweite Empfehlung ist keine neue Eröffnung, doch das Gabäude, wo es liegt, bleibt für viele Florentiner*innen unbekannt.

Ich meine Bulli e balene, das Restaurant bei Manifattura Tabacchi - wir sind ganz in der Nähe von Cascine-Park. Manifattura Tabacchi war von 1940 bis 2001 die Fabrik, wo man Tabak verarbeitete. 1400 Arbeiter waren hier tätig. Der Komplex war riesig gross - er bestand aus 16 Gebäuden - und zur Zeit des Faschismus erbaut, also im rationalistischen Stil.

Heute hat man einige dieser Räume in kulturelle und handwerkliche Werkstätte umgewandelt. Es herrscht die Atmosphäre einer stillgelegten Fabrik, aber der Ort ist lebhaft! Sie sollten hingehen und schauen. 

Bei Bulli e balene kann man auch den ganzen Tag lang etwas essen bzw. trinken. Unbedingt zu sehen, wenn man in Florenz ist.





Montag, 20. April 2020

Die Parks in Florenz

In der Innenstadt haben wir einige schöne Parks bzw. Gärten. Es sind die grünen Spots von den Privatpalästen der adeligen Familien der Stadt:
Orti Oricellari (die Familie heisst Rucellai)
Giardino Corsini (von der Familie Corsini)
Giardino della Gherardesca (vom Palast der gleichnamigen Familie, heute Four Seasons Hotel)
und natürlich der grosse Giardino di Boboli, die Verlängerung des Palasts der Medici Familie.

Der grösste öffentliche Park der Stadt trägt den Namen Le Cascine. Er liegt am Arno und erstreckt sich 4 Km. lang.


Den Park wollten die Medici als Agrarland und als Jagdrevier. Lange Zeit war er nur für die herrschende Familie gemeint aber erst dank Elisa Baciocchi Grossherzogin der Toskana und Enkelin von Napoleon wurde der Park endgültig dem Publikum geöffnet. Das passierte zwischen 1807 und 1815.
Der Park ist gross und zu empfehlen, wenn man müde vom Asphalt und Steinen und Museen ist.
Die Leute von Florenz treiben hier Sport oder gehen spazieren. Am Dienstag Morgen wird hier ein grosser Markt gemacht; man kann Lebensmittel und Bekleidung kaufen.
Wie alle grossen Stadtparks hat er dunklere Seiten bzw. Ecken, wo illegale Aktivitäten in voller Ruhe stattfinden können.


Am liebsten fahre ich hier Rad. Alle Jahreszeiten sind hier angenehm schön: im Herbst sind die grossen und alten Ginko Biloba wunderschön gelb.
Im Frühling grünt alles und die Spiraea blüht: das dicke Gebüsch ist weiß wie Wolken.
Im Sommer kann man hier ein bisschen Erfrischung finden, denn die Bäume sind dicht.



Schade nur, dass man den Fluss nicht nutzen kann. Es wäre schön, ein Boot zu leihen oder zu baden, aber das ist noch unmöglich.



Am Strand

Die Küste liegt nicht weit weg von Florenz entfernt, es sind kaum 100 Kilometer bis zur Thyrrhenischen See (siehe Post ).  Aber wenn wir, d...