Samstag, 24. Dezember 2016

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesern frohe Weihnachten!
Ich wünsche der Welt und der Menschheit zuerst Frieden dann Fröhlichkeit und Liebe.
Hier ein paar Weihnachtsbäume auf unseren Plätzen in Florenz

FROHE WEIHNACHTEN





Mittwoch, 14. Dezember 2016

Santa Maria Novella wird grösser

Wer mir folgt, der weiß, dass ich den Komplex von Santa Maria Novella sehr mag. Nicht nur die Kirche sondern auch das Museum sind aussergewöhnlich interessant und wenig bekannt.
So habe ich mich vor ein paar Monaten darüber gefreut, als ich gelesen habe, dass am 9. Oktober ein SANTA MARIA NOVELLA DAY stattfinden würde.


Das Kloster hat seine vollen Räume zurückgewonnen, die bis heute den Carabinieri gehörten. Und der neue Teil, der als Museum zu besichtigen sein wird, ist riesig (20.000 Qm) und interessant. Dadrin ist der grosse Kreuzgang, viele Kunstwerke sind dort, u.a. Fresken von Pontormo und wirklich viele interessante Besonderheiten.
Santa Maria Novella war der Dominikaner-Komplex und hat für die Stadt eine wichtige Rolle gespielt.

Und wenn Sie in Florenz vom 15. Dezember bis zum 15. Januar 2017 sind, dann merken Sie sich: in dieser Zeitspenne wird das ganze Museum vollkommen kostenlos sein, damit die Florentiner und die Touristen es entdecken können.

Die Oeffnungszeiten sind täglich 11 bis 16.30 Uhr.
Am 25. Dezember ist der Komplex zu.

Was besonders interessant ist: der grosse Kreuzgang, der 56 Arkden hat, jede Arkade hat ein Fresko.
Die schlichte Schönheit vom gotischen Schlafssaal.
Im 1. Stock ist die Papstkapelle, d.h. die Gemächer von den Päpsten, als sie Rom verliessen und nach Florenz fuhren.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Die Lichter von Florenz - F-light

Weihnachtszeit in Italien beginnt nicht am ersten Adventssonntag, sondern am 8. Dezember.
Das heisst heute. Es ist ein Feiertag in Italien, wie in vielen anderen katholischen Ländern und zwar Mariä Empfängnis. In den Häusern schmücken die Familien ihre natürlichen oder künstlichen Tannenbäume, in der Stadt Florenz werden die grossen Weihnachtsbäume vom Bürgermeister selbst offiziell angezündet.
Prächtige Weihnachtsbäume stehen vor dem Dom, auf dem Hof von Palazzo Vecchio und auf anderen Plätzen der Innenstadt. 




Schon seit ein paar Jahren haben wir aber eine schöne und besondere Dekoration der Stadt, die grundsätzlich durch Lichter entsteht.
Bilder und Licht werden auf die Fassaden von Kirchen, Paläste und auf den Ponte Vecchio projiziert. Das grosse Licht Show heisst F-Light d.h. Florence Light Festival.
F-light hat jedes Jahr ein verschiedenes Thema und dieses Jahr ist das Thema die Quelle. Quelle von Wasser und Quelle von Leben.


Die Beleuchtung beginnt mit Dunkelheit, ungefähr seit 17 Uhr bis Mitternacht. Ich empfehle die Projektionen auf der Fassade der schönen Kirche Santo Spirito und die auf Ponte Vecchio. Andere Sehenswürdigkeiten werden neu beleuchtet, damit die einzelnen Details merkwürdiger sind.
F-light endet erst nach dem 6. Januar, an dem Tag, der das Ende der Weihnachtszeit markiert.

(Alle Photos sind von Mus.e, Florenz)

Donnerstag, 24. November 2016

Was man beim Radeln sieht


Eine Kollegin radelt jeden Tag von Zuhause zur Arbeit.
Und das sieht sie - tolle, gelbe Bäume Ginko Biloba

Ich radle jeden Tag zur Arbeit und das sehe ich



... eigentlich sehe ich aus dem Fenster.
Herbst ist wunderbar
Guten Herbst!

Donnerstag, 17. November 2016

Geheimnisvolle San Miniato al Monte

Das Heilige erleben

Der Tipp von heute ist ein Spaziergang bis zu der Kirche von San Miniato.
Wunderbarer Bau der Romanik, hat eine wunderbare Fassade und ein bezauberndes Innere.

Der Merkmal der Kirche ist ihre Lage, sie ist atemberaubend, vor allem an hellen und kalten Tagen, wo die Luft durchsichtig ist und die Farben besonders scharf (nicht wie heute, heute ist es eher trüb!!!)

Die Gemeinschaft der Mönche singt jeden Abend die Abendandacht: die Atmosphäre wird dann wirklich herausragend. Die Stimmen der Benedektiner hallen nach, die Luft zittert. 

Als ich sehr jung war, kam ich mit ein paar Freunden zu dieser Kirche. Es war Sommer und heiss. Wir hatten den langen Spaziergang aus der Innenstadt gemacht und waren müde. Wir kamen in die Kirche hinein, die Luft war kühl. Jemand spielte Orgel und die Atmosphäre war unwirklich. Das Heilige konnte man fast anfassen.
Es war eine Erfahrung, die ich noch heute spüren kann, obwohl viele Jahre vergangen sind.


Ich wünsche Ihnen auch eine so schöne Erfahrung in der Kirche von San Miniato.


Abendandacht: um 18.30 in der Krypta.

Donnerstag, 3. November 2016

1966 kam die Flut

Alluvione (die Ueberschwemmung)
In dieser Nacht aber im Jahr 1966 vor fünfzig Jahren kam die Flut auf Florenz.
Die Uberschwemmung des Arno geschah in der Nacht zwischen dem 3. und 4. November 1966, nachdem es seit Tagen geregnet hatte.

Ich war erst 3 Jahre alt und kann mich nicht an diesen tragischen Tagen erinnern.

Der Fluss überschwemmte das Stadtzentrum und einige Stadtviertel, v.a. im südlichen Teil der Stadt. Aber das, was die ganze Welt schockierte, waren natürlich die Schaden an den Kunstwerken.
Nichts wurde erspart: Baptisterium, Santa Croce, Loggia dei Lanzi, Biblioteca Nazionale, Ponte Vecchio.
Seit eher wurden einige Werke zum Symbol der Tragödie von Florenz, wie  zum Beispiel das  Kruzifix von Cimabue, das in der Kirche Santa Croce hing und vom Hochwasser zuerst zerrissen und dann angestossen wurde, sodass die Farbe abwich.


Die Zerstörung war total. Die Situation dramatisch: kein Leitungswasser, kein elektrischer Strom, keine Heizung und kein Zuhause mehr für viele, die im Erdgeschoss oder schon im 1. Stock wohnten. Die Stadt hatte die Flut nicht verhindern können, trotzdem reagierte sie energisch darauf.
Das Vermögen von Büchern und alten Kodex, die in der Biblioteca Nazionale (Nationalbibliothek) direkt an Arno-Ufer aufbewahrt war, wurde dank der Arbeit von Florentinern und anderen italienischen und ausländischen Jugendlichen gerettet. Man nannte sie angeli del fango d.h. Kotengel.
Man restaurierte auch alle Meisterwerke, die vom Wasser, Oel und Kot beschädigt worden waren: die berühmte und nahmhafte italienische Restaurierungsschule entstand nach 1966.


©-Archivio-Foto-Locchi



Das Leben der Florentiner ging weiter. Die Geschäfte machten wieder auf. Ich weiss noch, dass meine Mutter manchmal überschwemmte Bekleidung oder Wäsche kaufte: sehr preiswertige Objekte, die aber immer noch diesen unauslöschbaren Geruch hatten..

Florenz erinnert sich an die Flut von 1966 durch viele Veranstaltungen und Ausstellungen, bzw. fotografische Ausstellungen.
Ich empfehle die Ausstellung in Palazzo Medici Riccardi, mit dem Titel Firenze 1966-2016 die gerettete Schönheit: das Thema ist die dichte Verbindung zwischen der Flut und der Restaurierung anhand 30 Kunstwerken, die aus verschiedenen Anstaltungen der Stadt kommen. Vom 30. November bis 30. März.


Samstag, 22. Oktober 2016

Museo Pecci Prato

Suchen Sie moderne Kunst?
dann fahren Sie nicht nach Florenz sondern nach Prato!

Die Stadt liegt 15 Kilometer von Florenz entfernt:
Hier finden Sie das neue Museo Pecci: ein Tempel der modernen Kunst. Seit 6 Jahren war das Pecci geschlossen, da es Renovierung und im allg. eine neue Vision brauchte.

Seit einer Woche kann man es besichtigen: zur Zeit läuft die Ausstellung
La fine del mondo (Das Weltende)
Ich habe das Museum besichtigt: die Ausstellung ist erstaunlich gut!

La fine del mondo

Ich kenne mich in dem Fach (moderner Kunst) nicht aus; ich bin keine Amateurin bzw. Expertin. Ich folge den Gefühlen und den Sensationen und hier empfindet man viel.
Kennen Sie z.B. Die tote Klasse von Kantor?



Dienstag, 11. Oktober 2016

Santa Maria Novella: die Bilder

Wie versprochen finden Sie einige Photos vom Komplex von Santa Maria Novella.
Das ganze ist hervorragend und sehr sehr interessant
Ein grosser Kreuzgang, Chiostro Grande, der grösste in Florenz; ein Speisesaal mit rein gotischer Struktur bzw. Spitzbogen und die vielen Fresken unter den Arkaden.

Am letzten Sonntag waren viele Besucher dort aber der Komplex wird bald zur Verfügung für Besichtigungen stehen bzw. ab dem 15. Dezember.





Sonntag, 4. September 2016

Parco di Pratolino, ein nicht ganz verlorenes Wunder

Heute habe ich einen kleinen Ausflug gemacht. Mein Ziel war der Park von Pratolino.
Ja, in diesem Post  geht es noch um die Beschreibung einer grünen Sehenswürdigkeit und ich muss sagen, als ich an dem Entwurf dieses Posts arbeitete, ist es mir eingefallen, wie oft und wie eng hier in Florenz und in der Toskana Natur und Kunst miteinander verbunden sind.

Es ist auch der Fall von dem Medici Park von Pratolino, auch Demidoff Villa gennant.

Der Park befindet sich an der via Bolognese entlang, d.h. die Strasse die Florenz und Bologna verbindet. Die Bolognese startet schon in Florenz, am Rande der Innenstadt und führt ausserhalb der Stadt, zuerst in einer schönen, ländlichen Gegend mit vielen Villen und Olivenbäumen, dann erreicht die Strasse das Gebiet von Mugello, auch sehr grün auf den Abhängen des Apennins und dann die Berge und jenseits der Berge ist es nicht mehr Toskana sondern Emilia Romagna und dort ist Bologna.
Nimmt man die via Bolognese in Florenz, erreicht man den Parco di Pratolino nach ungefähr 15 Minuten Fahrt. Hat man kein Auto dabei, fährt man mit dem Bus nr. 25, der aber nicht so oft fährt, man sollte sich gut über die Fahrzeiten erkundigen.

Zuerst will ich sagen, dieser Park war früher eine Medici Villa, und seit 2013 gehören alle Medici Villen der Toskana der Kulturerbschaft von UNESCO. Im Fall Pratolino ist von der Villa nichts übrig geblieben, nur noch  der Park und einige interessante Gebäude und Kunstwerke.

Die Villa war ein Projekt von Francesco I dei Medici, er wollte ein Liebesnest, einen wunderschönen und prachtvollen Winkel  für seine offizielle Geliebte Bianca Cappello und für sich.
Die Villa war von einem wundervollen Park umgegeben sein, etwas so fabelhaft wie noch nie gesehen.

Buontalenti, der grossherzogliche Architekt, plante einen prachtvollen grünen Park, wo Wasser eine grundsätzliche Rolle durch Brunnen, Teiche, Wasserspiele spielte. 
Wasser galt als Symbol und Leitmotiv des Parks.
Im Park waren viele Kunstwerke: eine Kapelle, die Buontalenti selbst zeichnete, Statuen, Höhlen, Alleen.
Der Bildhauer Giambologna wurde beauftragt, einen riesigen Brunnen zu entwerfen, das Thema war eine überdimensionale Statue von einem alten Mann, der den Apennin darstellt. Der Riese, Appennino oder auch Gigante gennant,  ist noch da. Er dominiert einen Teich, wo im Frühling Seerosen blühen.



Wie gesagt, es steht keine Villa mehr. Nach dem Verfall der Familie Medici wurde Pratolino vernachlässigt, und die Lothringer, die neuen Herrscher von Florenz, liessen sie niederreissen. Die letzten Besitzer, die russische Familie Demidoff, die in Florenz viele Besitze hatten, kauften das Grundstück und errichteten eine kleinere Villa aus einem Gebäude, wo ursprünglich die Pagen wohnten (Paggeria oder Villa Demidoff).

Heute geht man nach Pratolino, weil es dort so schön, so grün, so prachtvoll ist. Der Eintritt ist frei, der Park macht auf nur am Wochenende und nur vom April bis Ende Oktober. Es ist ziemlich hoch hier und im Winter viel kälter als in der Stadt.


Man sollte Pratolino mit einem Führer besuchen, der uns erzählt wie es alles war; man kann noch die absolute Schönheit der Gegend geniessen, es ist aber nicht einfach, sich die Lage der verschiedenen Wunder vorzustellen.
Uralte Bäume sind da. Weite Wiesen. 





Samstag, 27. August 2016

Museo degli Innocenti, für Sie besichtigt

Guten Tag
seit ein paar Tagen bin ich aus Neuseeland zurück. Es war eine sehr schöne Reise und ich freue mich darüber, dieses weite Eckchen der Welt besichtigt zu haben.
Gestern war mein letzter Urlaubstag, ab Montag wieder zur Arbeit! Ich wollte es gut ausnutzen un bin in die Innenstadt gefahren, und zwar auf Schatzsuchen.
Der Schatz ist das neue Museo degli Innocenti und ich glaube, ein Besuch lohnt sich 100%.

Ich will auch betonene, dass ich beim Besuch alleine mit drei weiteren Personen, älteren Paaren, sicher aus Florenz war und as im Wimmeln der Hochsaison.

Das Museo degli Innocenti ist kein Museum für Kunst (obwohl man viel Kunst bewundern kann) es ist eher ein Museum für Geschichte, bzw. die edelste Geschichte von dieser meiner Stadt.



Im Mittelalter und in der Renaissance war Florenz ein Ort der Barmherzigkeit. Mehrere Anstaltungen sorgten für alte und kranke Leute, für Pilger und Waisen.
Die berühmteste Anstalt war das Spedale ( Spittal) degli Innocenti. Die Architektur von dem Gebäude ist sehr berühmt, weil Brunelleschi daran arbeitete und praktisch die ersten edlen Strukturen der Renaissance dabei entwickelte.
Das Museum erzählt die Geschichte des Spedale, wie die Kinder dazu kamen, wie sie empfangen wurden, wie man mit ihnen umging.
Innocenti, Degli Innocenti und Nocentini sind in Florenz sehr gewöhnliche Familiennamen: die Ur-Ur-Urgrossväter von diesen Personen wurden von Spedale empfangen und als verwaiste oder verlassene Kinder erhielten den Namen der Institution selbst.

Die Geschichte von diesen Kindern wird schon im Untergeschoss des Museums erzählt, wo ein Teil des Archivs als viele Schubladen ausgestellt wird; die Schubaden tragen Namen und Daten.  Die Namen von den Kindern, die im 19. Jh. noch bei Innocenti verlassen wurden, und die kleine Objekte, die die Mütter auf ihnen liessen in der Hoffnung, eines Tages das eigene Kind wieder haben zu können. Diese Objekte sind normalerweise halbe Medaillen oder Münzen, Kreuze, sogar ein Muschel.

Unter den Kunstwerken, die man im Museum bewundern kann, sind im Moment die 10 glasierte Terracotten, die normalerweise auf der Fassade stehen und sie dekorieren. Es sind 10 Putti oder Babies, die Andrea della Robbia für den Spedale schuf und die als Symbol selbst der Innocenti geworden sind.

Sie sind einfach zu süss.



Im lezten Stockwerk ist die grösste, atemberaubende Uberraschung: die Cafeteria unter der Loge, wo man die Wäsche zum Trocknen hängte.
Wegen der Lage und der Aussicht vielleicht die wunderbarste Cafeteria der Welt - ich weiss nicht, was meinen Sie?




Samstag, 6. August 2016

Wenn ich weg bin...

Liebe Freunde und Freundinnen,
morgen mache ich noch ein Stück Sommerurlaub. Ich fliege weit, weit weg, ich fliege nach Neuseeland.
Eine lang ersehnte Fahrt, ein Traum, der in Erfüllung geht.

Deswegen mache ich hier eine kleine Pause.

Meine Posts sind aber immer noch da... zum Lesen!
Wenn Sie zum Beispiel Eis essen möchten EISSSSS
oder etwas gegen die Hitze unternehmen sollen : Hitzewelle
oder etwas anderes als sonst besichtigen möchten wie Pratolino 

Folgen Sie mir auf Facebook
oder Twitter
da erzähle ich etwas von meiner Reise

Viel Spass!

Samstag, 16. Juli 2016

In Urlaub

Florenz ist Florenz...
ich habe auch mal Lust, was und woanders zu sehen. Morgen früh fliege ich nach Sizilien.
Das Ziel ist eine Naturgeschützte Reserve, die Torre salsa heisst und inder Nähe von Agrigento liegt.

Die Gegend ist ungefähr diejenige, die man in den Filmen vom Kommissar Montalbano sieht, kennen Sie die Reihe?

Auf jeden Fall sollte es dort so aussehen:.:



Bis bald, dann
Guten Urlaub!!!

Montag, 4. Juli 2016

Euro 2016 - EM Fussball

Fussball ist einfach nichts für mich. Ich halte zu keiner Mannschaft und finde ihn einen uninteressanten Sport.

Doch dass gerade eine europäische Meisterschaft läuft, wo zufällig meine Heimat und das Land meines Herzens (lese Deutschland) gegeneinander spielen, das bedeutet schon etwas.

Ich habe zum Spass die typisch italienische Fussballfanatikerin gespielt und habe dabei eine bunte - grün-weiss-rote Perücke angezogen!!!



Wie es geendet ist, wissen wir alle.
Aber Euro 2016 geht weiter, v.a. für diejenigen, die zu Deutschland halten. Deutschland - Frankreich und dann wer weiss.
In der Stadt ist es üblich, auf gemeinsamen Plätzen vor riesiggrossen Bildschirmen dem Match zu folgen.

Weil es Sommer und heiss ist und erst am Abend es kühler wird.
Weil alle zusammen zu jubeln viel schöner ist.
Weil man mit Freunden draussen sitzen und Bier trinken kann.


Es gibt also ein paar schöne Bars oder Lokale, wo Sie die kommenden Fussballspiele von Euro 2016 anschauen können.
Am Arno bei Le Rime wie auf Bild oben, oder am Lungarno Pecori Giraldi. Im Inneren des Mercato Centrale.
Im Garten Orticoltura, der ein bisschen am Rande der Innenstadt liegt.

In den  offiziellen Webseiten des Tourismus in Florenz finden Sie einen Plan mit den angegebenen Orten.
Hier klicken 

Donnerstag, 23. Juni 2016

Innocenti

Innocenti auf Italienisch Unschuldige.
Das Museum, das heute aufmacht heisst Museo degli Innocenti.
Innocenti, eine Anstalt für die abgestossenen Kinder, die im frühen 15. Jh dank einem Spender aufmachte.
Die Neugeborenen wurden hier von den Müttern verlassen und die Institution empfang sie und brachte ihnen einen Beruf bei.
Eine Tradition der Stadt, die Institution, deren Symbol Sie sicher kennen: die Babys, die aus der glasierten Terrakotta von Della Robbia auf trauriger Weise lächeln.


Die Ausstellungsräume sind völlig renoviert worden, das Museum erzählt jetzt die Geschichte der kleinen Waisen der Vergangenheit. Die Kunstwerke der Galerie sind auch ausgestellt und auf der Dachterrasse, die natürlich extrem panoramisch ist, macht eine Cafeteria auf.
Das Gebäude ist ein Meisterwerk von Filippo Brunelleschi am piazza Santissima Annunziata.

Das Museum öffnet morgen, am 24. Juni, St. Johannestag dem Schutzheiligen von Florenz.
Ich will es so bald wie möglich besichtigen

Dienstag, 31. Mai 2016

Eine freie Aktivität für Kinder

Als mein Sohn noch klein war, habe ich in vielen Kinderaktivitäten in Florenz mitgemacht. Manchmal war er nicht so begeistert, aber ich hoffe, die Erfahrungen haben in ihm eine Spur hinterlassen.
Die wissenschaftlichen Museen organisieren viel, aber auch mit Kunst kann man etwas anfangen.

Wenn Sie mit ihren Kindern nach Florenz fahren dann sollten Sie wissen, dass in Palazzo Vecchio viel los ist. Das Museum organisiert Führungen und Workshops für kleine Besucher.

Am besten können Sie aber die Materialien von Family Tour ausleihen: einen Rucksack mit Farben und die digitalen Mittel, wie z.B. eine APP , die eine kinderfreundliche Tour der Stadt ermöglicht.

Insgesamt dauert die Aktivität drei Stunden; sie ist frei. Sie finden alles bei der Kassa in Palazzo Vecchio, ganz kostenlos.


Samstag, 30. April 2016

Der Götterweg - Via degli Dei. Eine Wanderung für den Frühling

Mein Urgrossvater wohnte nicht in Florenz und nicht in der Toskana. Er war Bauer und stammte aus Monghidoro, einem kleinen Dorf auf den Apenninen zwischen Toskana und Emilia Romagna. Als kleines Kind habe ich ihn kennengelernt, er war damals 90 und kam nicht mehr nach Florenz zu Fuss.
Früher aber als er ein noch junger und kräftiger Mann war, lief er diese Strecke von 70 Kilometern zu Fuss. Er brach früh am Morgen auf und kam abends in die Grossstadt Florenz an.

Viele Jahre später ist der Wanderweg Bologna-Firenze als Götterweg oder auf Italienisch Via degli Dei sehr berühmt geworden.
Mit einer Gruppe Freunden und Freundinnen bin ich leztes Wochenende auf den Weg gelaufen: aus Florenz haben wir mit dem Zug Bologna erreicht und nach vier Tagen Wanderung sind wir in San Piero a Sieve, in der Gegend Mugello angekommen.
Der ganze Weg erreicht zwar Florenz aber dazu braucht man wenigstens einen weiteren Tag: es lohnt sich sicher aber bei mir sah es so aus, zuerst hatten wir nicht so viele freie Tage und zweitens ist diese letzte Strecke uns Florentinern wirklich sehr bekannt.

Die Wanderung fängt praktisch direkt auf dem Domplatz von Bologna - piazza Maggiore - an.
Hier erkennt man schon viele Wanderer. Zu Fuss in der Innenstadt erreicht man die Logen von dem Korridor, der bis hoch auf die Kirche von San Luca führt.


San Luca ist eine barocke Kirche auf einer Höhe, die für die Bologneser als Wallfahrtsziel in der Vergangenheit galt.
Nach San Luca geht die wahre Wanderung los, in die Natur und ins Grüne. Zuerst durch einen Stadtpark und dann am Fluss Reno entlang.


Die Etappen des Weges sind verschiedene, man kann sie so gestalten, wie man will.
Wir hatten beschlossen, jeden Tag ca. 22 Kilometer zu laufen.
Die Landschaft ist rural, hohe Berge gibt's hier nicht. Man geht durch Dörfer und Felder und man geht an Trattorie vorbei, wo man gut essen kann. Zur Ubernachtung sind viele B&B oder Agriturismo am Rande des Weges.
Im Frühling ist die Landschaft idyllisch, v.a. weil alles grün ist.
Die Bäume blühen später als bei uns in der Stadt; aber die Berge im Hintergrund haben noch Schnee drauf.
An der regionalen Grenze zwischen Emilia Romagna und Toskana ist das Panorama besonders schön. Auf der linken Seite erkennt man Monghidoro, das Dorf meiner Urgrosseltern, das inzwischen zur kleinen Stadt geworden ist.


Hier ging während des 2. Weltkriegs die sog. Gotenstellung. Ich zitiere Wikipedia:
Gotenstellung war im Zweiten Weltkrieg in Italien der deutsche Name jener befestigten Linie (engl.Gothic Lineital.Linea Gotica), die die italienische Halbinsel auf der Höhe von Massa-Carrara und Pesaro abschnitt. Sie erstreckte sich über eine Länge von 320 Kilometern und erreichte eine Tiefe von bis zu 30 Kilometern. Nördlich dieser Linie standen deutsche Truppen, während vom Süden die britischen und US-amerikanischen Truppen mit ihren Verbündeten die Stellungen zu durchbrechen versuchten. 

Viele Kriegserinnerungen sind mit diesen Orten verbunden. Die Geschichte ist aber auch anwesend, weil man auf einer Strecke Via Flaminia Militare, also auf einer römischen Strasse wandert. Es ist schon sehr erregend, seine eigenen Füsse auf Steine zu legen, die die Römer in diesen Wäldern hingelegt haben!



Eine bedeutende Etappe ist der Futapass oder Passo della Futa, der Emilia Romagna und Toskana trennt. Dort ist die Lage besonders panoramisch, weil man das toskanische Tal von Mugello erblickt und auch den grossen Stausee lago di Bilancino.
Oben am Pass ist ein wichtiges Denkmal, das viele Deutsche kennen, es ist der Deutsche Soldatenfriedhof. Das Denkmal hat die Leichen von 30.800 Gefallenen des Krieges seit 1948 beherbergt. Es ist imposant.

Unsere Gruppe hat den Friedhof am 25. April erreicht: an diesem Tag feiern wir in Italien die Befreiung von Nazi-Faschismus. Es war so wirklich bedeutend,genau an diesem Tag an dieser Stelle zu sein, die als Mahnung zum Frieden errichtet worden ist.


Nach dem Futapass ist man in der Toskana und die Landschaft wirkt familiärer. Noch zwei Etappen führen bis nach Florenz. Zuerst geht man aber durch die grünen Täler von Mugello, die wirklich sehr beruhigend wirken.
Sant' Agata ist das kleine Dorf, das man zuerst erreicht. Eine wunderschöne romanische Kirche steht mitten auf dem Platz.
Olivenbäume sind überall zu finden, das Grün ist noch grüner.



Montag, 18. April 2016

Der Korridor von Vasari

Das ist ein höchstbegehrtes Besuchsziel, vielleicht so beliebt, weil es so schwierig ist, den Korridor besichtigen zu können. Der Korridor ist oft zu. Der Grund dafür ist, dass man dort nur mit Begleitern gehen darf und diese Begleiter stehen nicht immer zur Verfügung der Leitung.
Organiseirt man eine private Führung mit einem Reisebüro, kostet sie sehr viel Geld. Ich habe damals nur 4 Euro ausgegeben, d.h. nur der Preis der Buchung.

Der neue Direktor der Galerie, Eike Schmidt, hat vor, den Korridor als normale Besichtigungsmöglichkeit anzubieten. Das hat in der polemischen Stadt Florenz viel Polemik entstehen
lassen.
Mal sehen, ob es Wirklichkeit wird.
Inzwischen kann ich Ihnen sagen, dass ich vor ein paar Jahren diese Möglichkeit hatte.

Auf jeden Fall kennen alle die Geschichte vom Korridor: Cosimo der Erste von den Medici brauchte einen sicheren Weg, damit er vom Palast der Regierung (Palazzo Vecchio) zu seinem privaten Palast (Palazzo Pitti)  gehen konnte. Durch den Korridor sah ihn niemand und er lief keine Gefahr.
Im Inneren ist der Korridor ziemlich kahl, er hatte eine sehr praktische Funktion. An den Wänden hängen seit mehreren Jahrzehnten die Selbstporträts von vielen vielen Malern und Malerinnen, sowohl von der Vergangenheit als auch von unserer Zeit.

Das ist z.B. ein sehr schönes Selbstporträt von der englischen Malerin Maria Cosway als sie eine junge Malerin in Florenz war



Da man in der Besichtigung begleitet wird und der Korridor einen Kilometer lang ist, muss man einen besonderen Tempo halten und man kann nicht sich in voller Ruh alle Bilder ansehen.

Was mich jedoch am besten beeindruckt hat sind die aussergewöhlichen Aussichte auf die Stadt. Etwas dass man sich normalerweise nicht vorstellen kann. Wie zum Beispiel das:




Hier sieht man die Läden auf Ponte Vecchio aus einer schönen Perspektive. Der Korridor geht auch durch die Kirche Santa Felicita (ja, die vom Post Pontormo beste Bilder) weil die Medici so an der Hl. Messe teilnahmen, ohne gesehen zu werden.


Sonntag, 3. April 2016

Frühlingserwachen auch auf den Apenninen

Frühling ist aufgebrochen!
Nicht nur sind die Tage viel länger, die Luft ist süß und das Licht ist heller: die Temperaturen sind höher als sonst und alles zittert und bebt auf das neue Leben.
Die Lust zum Aufbrechen ist auch gross, aber für mich ist es noch nicht Urlaubszeit.
Doch eine kleine Pause am Wochenende kann man sich schon leisten.

Heute zum Beispiel bin ich ins Gebirge gefahren, bzw. das Gebirge, das hier am nächstsen ist: die Apenninen. Sie haben eine antike Schönheit, es gibt viele Berge zwischen der Toskana und Emilia Romagna, von Florenz nur 50 Kilometer entfernt.


Heute war die Temperatur wirklich warm, beim Wandern hat man schon geschwitzt.
Der Wald war immer noch winterlich, die gefallenen Blätter lagen gelb noch auf dem Boden. Doch überall haben die Primeln geblüht und die Veilchen auch und auf den Aesten sind die Knospen fast fertig.

Ab und zu blüht weiss auch der Brombeerstrauch.



Sonntag, 6. März 2016

Ins Theater

Da ich gestern Abend in das Theater Pergola gegangen bin, will ich heute etwas erzählen.
Waren Sie in Italien schon mal im Theater?
Kennen Sie die Theater der Stadt Florenz?
Da Florenz eine mittelgrosse Stadt ist, haben wir ungefähr 6 grössere Theater und andere 5/6 kleiner bis sehr klein.
Die Theater der Altstadt sind alle interessant.
Für klassische Musik, Oper und Ballett ist die neue grosse Oper da: ich habe vor kurz einem Jahr davon geschrieben; und zufälligerweise arbeite ich seit Mitte Dezember in dem Gebäude!

Das schönste und interessanteste Theater für Drama ist La Pergola: es stammt aus dem 17. Jahrhundert, hat eine sehr umfangreiche Geschichte und ein Besuch lohnt sich. Wenn Sie Italienisch nicht verstehen, dann sollten Sie wissen, dass hier auch internationale Theater-Festivals stattfinden.
Auf jeden Fall hat die Pergola ein sehr klassisches Darstellungsprogramm: Goldoni, Pirandello, Shakespeare, Brecht, gestern Abend Ibsen, obwohl die Schauspieler und die Inszenierung ziemlich alternativ waren.



Die Preise: es kommt darauf an, welche Gruppe spielt. Im Parkett bezahlt man bis 35 euros, in den Logen ungefähr 20. In Italien kann man ins Theater in Klamotten oder Alltagskleidung gehen und niemand wird etwas dagegen haben. Die Zeit für Prosa ist normalerweise von 20.45 bis 23.30 Uhr.

La Pergola hat den Vorkauf der Karten auch für Teatro Niccolini, im Grunde das älteste Theater der Stadt; sehr lange war es zu, aber seit einem Monat hat man es wiederaufgemacht - und völlig renoviert!
Wenn Sie das Museum vom Dom (Museo dell'Opera del Duomo) besichtigt haben und immer noch die Karte behalten, dann sollten Sie wissen , dass ein freier Eintritt zu Niccolini inbegriffen sit: man kann einen schönen Film über den Dom von Florenz ansehen - und ganz kostenlos!
Niccolini ist ganz in der Nähe vom Dom.

Das andere grosse Theater in der Stadt ist Teatro Verdi: hier kann man Musical, Konzerte und auch Drama anschauen.
Die Preise sind etwas höher aber das Theater ist wirklich gross.
Die zwei anderen Theater, die ein interessantes Programm haben, sind Puccini und Rifredi. Beide liegen nicht in der Innenstadt und beide haben eine eigene besondere Berufung: Puccini für Cabaret und Komiker, Rifredi macht eigene Produktionen mit einem innerlichen Ensemble.


Ich finde, ein Besuch im Theater ist interessant, um eine Stadt bzw. eine Nation zu verstehen. Ich würde ihn also auf jeden Fall empfehlen.

Sonntag, 21. Februar 2016

Es geht heute nicht um Florenz

Heute will ich nicht über meine Stadt schreiben sondern über einen Film und eine italienische Insel.
Der Film heisst Fuocoammare und die Insel ist Lampedusa.
Von Lampedusa hat man immer wieder in den Tagesschauen gehört. Da sie so nah Tunesien ist, kommen hierher auf der See Flüchtlinge aus Afrika und Osten.Sie hoffen auf einen Empfang in Europa. Oft finden sie einen schrecklichen Tod im Meer.

Letzten Sommer war ich auf Lampedusa auf Urlaub und die Insel hat mein Herz gewonnen.

Sie ist wunderschön, reich und arm gleichzeitig.

Der Film von Gianfranco Rosi, den ich vorgestern gesehen habe, hat gestern abend den Goldenen Bär in der Berlinale gewonnen.

Gehen Sie ins Kino und schauen Sie sich diesen Film an.
Er zeigt die Tragödie der Migranten aber auch das arme Leben einer italienischen Bevölkerung, die am letzten Rand Europas lebt.
Und zeigt auch die Herbheit der Insel im Winter, die ganz anders aussieht als im Sommer.




Samstag, 30. Januar 2016

Pistoia in der Toskana

Pistoia. Wer kennt schon diese Stadt? Eine der vielen Kunststädte in der Toskana, aber nicht so berühmt wie Siena oder Arezzo. Schade.
Aber 2017 wird Pistoia Italiens Kulturhauptsdt sein und diese Anerkennung wird viel bringen.

Pistoia ist mittelgross hat aber immer noch eine menschliche, friedliche und freundliche Dimension.
Sie liegt direkt am Fuss des Apennins und ca. 20 kilometer von Florenz entfernt.

Das historische Zentrum ist wunderschön, der Domplatz gilt als einer der elegantesten von ganz Italien: Dom, Baptisterium und ein Glockenturm aus dem Jahr 1000. Am Platz zu bewundern und besichtigen ist noch der Bischofspalast. Der Dom ist dem Heiligen Zeno geweiht: im Inneren bewundert man einen silbernen Altar, der ein wahres Meisterwerk der Goldschmiedekunst  ist.
Die Stadt spielte eine mächtige und selbständige Rolle im Mittelalter; ab 1351 regierte hier die Macht Florenz'.


Gleich neben dem grossen Domplatz ist der kleine Sala Platz: piazza della Sala ist der Marktplatz am Tag und der Mittelpunkt der städtlichen Movida am Abend und in der Nacht, mit vielen Restaurants, Enotheken und Lokalen wo man wirklich gut essen und trinken kann.


Von den wunderschoenen Terrakotta Fries am Ospedale del Ceppo hatte ich schon geschrieben; das alte Krankenhaus mitten in der Stadt hat keine sanitäre Funktion mehr, da ein neues ausserhalb der Stadt aufgebaut worden ist und es wird als Ausstellungszentrum eine wichtige Rolle spielen.

Ubrigens hat Pistoia verschiedene Museen, eine alte Festung, ein modernes industrielles Komplex, das als Kulturzentrum und Stadtbibliothek gilt (die ehemalige BREDA Fabrik)  und viele schlichte und elegante romanische Kirchen.

Im Juli spielt auf dem Domplatz und in der ganzen Stadt ein lebendiges, interessantes Musikfestival, das Pistoia Blues heisst; hier das Programm 2016
Also eine kleine Fahrt zu dieser Kunsthauptstadt lohnt sich sicher und nicht nur im Jahr 2017!!!!!!!!

Sonntag, 24. Januar 2016

Ein neues Museum

Die Nachricht ist, wir haben ein neues Museum.
Oder besser gesagt, ein altes Museum hat sich verändert, ist viel groesser und moderner geworden.
Ich habe das Museo dell'Opera del Duomo letzte Woche besucht: die Ubersetzung lautet Museum der Dombauhütte.
Wie gesagt kein neues Museum, aber in den letzten 5 Jahren ist es voellig renoviert worden.
Von diesem Museum koennte man sagen: alles um den Dom!
Hier wird die Geschichte der Kathedrale Santa Maria del Fiore erzählt.



Bei Opera del Duomo spielt die Bildhauerei die entscheidende Rolle. Die Meister sind Arnolfo di Cambio, Nanni di Banco, Donatello, Ghiberti und Luca della Robbia.Und natürlich Michelangelo.
Es ist ein wunderbares Museum geworden, in dem die Schoenheit der Kunstwerke wirklich hervorgehoben wird. Das Museum hat ein paar echte Meisterwerke: die Pietà von Michelangelo, die Maria Maddalena von Donatello.
Beide Statuen sind sehr wichtig und auch wohlbekannt. Man kann sie aber dank der neuen Struktur besser bewundern.
Michelangelo hat diese Pietà für sein Grab in Stein gehaut, ich mag die plastische Figur des Christus und die leidenden Gesichter der Frauen.


Aber das Spektakuläre am Museum ist der erste Saal, wo die ursprüngliche Fassade des florentinischen Doms rekonstruiert worden ist.
Diese Fassade wurde von Arnolfo di Cambio entworfen und stand bis zur zweiten Hälfte des 16. Jhs da . Sie wurde weggenommen aber eine neue wurde nicht realisiert... bis 1875. So hatte unseren Dom jahrelang eine kahle Fassade, so ähnlich wie die von San Lorenzo.


Auf jeden Fall hat man alle Statuen der alten Fassade aufbewahrt und jetzt stehen sie alle an dieser künstlichen Fassade, die den Saal Nr. 1 dominiert.
Die originellen Tore des Baptisteriums sind auch da und alle sind geputzt und poliert worden

Die Struktur des Museums ist modern und die Räume gewaltig. Meiner Meinung nach eins der besten Museen in der Stadt.

Montag, 18. Januar 2016

Die Kuppel von Brunelleschi

Ich bin schon 52 Jahre alt und lebe schon immer in Florenz.
Aber auf die Kuppel von Brunelleschi war ich noch nie aufgestiegen.
Warum weiss ich nicht.


In den letzten Jahren einfach weil die Wartezeit viel zu lang ist. Und es ist für einen/eine Florentiner/in höchst irritierend, dass man nicht seine eigene Stadt besichtigen kann. Ohne Vorrang.
Na ja.
Aber jetzt sind wir im Winter und die Touristen (nicht alle aber schon viele) bleiben zu Hause. Es ist Zeit, dass wir unsere Stadt besichtigen!
Neulich hat in Florenz das Museum der Dombauhütte (Museo dell'Opera del Duomo) neu aufgemacht. Mit einer Eintrittskarte zum Preis von 15 Euro kann man das Museum, die Kuppel, das Baptisterium, den Glockenturm besichtigen. Auch den Dom, aber der Eintritt zum Dom ist kostenlos.


Auf jeden Fall bin ich gestern hoch aufgestiegen. Die Kuppel macht am Sonntag um 13 Uhr auf, um dreiviertel zwölf stand ich da. Ein Paar Leute warteten mit uns. Der Aufstieg dauert ungefähr 15 Minuten, wenn man pausenlos 460 Stufen machen kann.


Der Gang ist eng und spiralförmig. Man kann Details der Technik von Brunelleschi entdecken, zum Beispiel wie er Backstein geordnet hat. Man kommt rasch an die Basis des Tambours und erreicht einen engee Balkon: hier kann man die Fresken der inneren Kuppel bewundern.
Die im unteren Teil sind von Vasari, die im  oberen von Zuccari.
Kommt man oben wird es wirklich eng und steil. Man kommt endlich ans Licht, ganz ganz  oben, wo die Laterne ist.
ABER:::: Die Aussicht ist erstaunlich, die Sensation auch. Die Rundungen der Kuppel stehen unter unseren Füssen wie eine verrückte Laufbahn.

Es zieht da oben. Gestern war der Himmel blau. Das schöne Licht vom Winter.