Mittwoch, 20. Mai 2026

Francesca, die Komponistin

Die Frauen, die in Florenz im 16. und 17. Jahrhundert tätig waren, waren nähmlich viele aber leider heute meistens vergessen. Tatsächlich förderte  der Grossherzog der Toskana sowohl Künstler als auch Künstlerinnen.
Eine unter diesen war Francesca Caccini: die Tochter eines Hofmusikers, die schon mit 13 Jahren vor einem Publikum bei der Hochzeit Mariae de' Medici mit Henry IV, dem König Frankreichs, sang.

Hoch begabt und höchst gebildet, sang sie auf Französisch und auf Spanisch, hatte eine wunderbare Stimme; sie spielte viele verschiedene Instrumente.
Doch ihre Berufung war die Komposition und sie übte viel als Komponistin.

Als Frau, als allererste Frau sogar,  komponierte sie eine Oper, La liberazione di Ruggiero dall'Isola d'Alcina, wirklich ein Rekord. Dieselbe Oper wird später in Warschau vor dem Prinzen Ladislaw dargestellt: die Oper einer florentinischen Frau im Ausland.

Bald wurde sie zu der bestbezahlten Musikerin am Hof der Medici in Florenz. Ihre Berühmtheit dauerte lange Jahre, obwohl viele sie hassten .
Bis 1628 war sie in Florenz tätig, später zog sie nach Rom, wo sie auch starb.

Und jetzt kommt die Enttäuschung: so eine Rekordfrau ist total vernachlässigt und die Stadt Florenz hat ihr keine Ehre gewidmet auch keine einzige Strasse bzw. Platz (ihrem Vater Giulio Caccini aber natürlich doch)



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Francesca, die Komponistin

Die Frauen, die in Florenz im 16. und 17. Jahrhundert tätig waren, waren nähmlich viele aber leider heute meistens vergessen. Tatsächlich fö...