Sonntag, 23. Februar 2014

Bäume, Blumen, Kunst

Es gibt Denkmäler der Natur, die genauso schön und prächtig wie die Denkmäler der Menschen sind.
Zum Beispiel die blühenden Bäume, die dieses Jahr in Florenz schon voll Blumen und Farbe und Schönheit sind.
Mein beliebter Baum ist eine magnolia japonica in piazza Beccaria, in der Nähe meines Arbeitsplatzes.
Ein wunderschöner Baum, der zehn Tage lang im Jahr uns allen seine Pracht schenkt.
Hier habe ich ihn fotografiert, er kann einen Platz voll Autoverkehr zauberhaft machen.



Donnerstag, 13. Februar 2014

Die nähere Umgebung von Florenz, Teil 2

Wenn ich am Sonntag nichts besonderes geplant habe, ist ein Spaziergang immer eine gute Idee. Man verlässt das Stadtzentrum und nach ein paar Minuten ist man woanders. Schöne Landschaften sind hier überall!
Das ist z.B. ein sehr schöner Spaziergang rund um den Hügel von Arcetri.
In dieser heiteren und schönen Landschaft hat der Wissenschaftler Galileo Galilei seine letzten Lebnsjahre verbracht. Seine zwei Töchter lebten auf einem Nonnenkloster direkt nebenan und die ältere Tochter hiess Suor Maria Celeste, sie war auch sehr belehrt und unterstutzte den Vater.

Die Strassen in dieser Gegend tragen Namen von Leuten, die mit Galileo Galilei zu tun haben; und dieser Spaziergang fängt gerade in via Suor Maria Celeste an.
Ich schreibe kein Wort mehr, ich lasse Photos sprechen.

Ich sage nur: das ist die Landschaft meiner inneren Seele, das ist mein Zuhause.










Montag, 10. Februar 2014

Ein Klosterhof in Florenz

Auf mich wirken überfüllte Orte negativ. Ich mag keine überfüllten Strassen, Museen, Einkaufszentren, Strände. Vielleicht denken Sie jetzt, in Florenz sei doch überall eine Menge Leute bzw. Touristen und Gruppen, es ist aber nicht so.
Einsame und fast unbekannte Winkel gibt es viele.
Ein einsamer und bezauberter kleiner Winkel ist zum Beispiel der sog. Chiostro dello Scalzo, oder der Klosterhof der Barfüßigen, in via Cavour, nicht weit weg von piazza San Marco.
Der Klosterhof ist klein und unauffällig, wenigstens von der Strasse. Geöffnet nur Donnerstags, an manchen Samstagen und an manchen anderen Sonntagen und nur morgens, von 8 bis 14 Uhr.
Vollkommen freier Eintritt.

Der Klosterhof ist nicht gross, mit eleganten Säulen in reinem Renaissance Stil. Alle vier Wände des Kreuzgangs sind mit Fresken bemalt und die Fresken erzählen das Leben vom Johannes dem Täufer.
In der ersten Hälfte des XVI. Jhs wurden sie vom Maler Andrea del Sarto bemalt, nur zwei Szenen unter den zwölf wurden von Franciabigio geschaffen, weil Andrea sich nach Frankreich begab.
Die Besonderheit dieser Szenen ist die Farbe oder besser gesagt der Mangel an Farbe. Sie sind monochrom, sie haben volles Licht und Eleganz.
Hier kann man Kunst in Ruhe geniessen, nur mit sich selbst ohne Massen ohne Lärm .






PS Natürlich war Andrea ein Maler, der Name ist auf Italienisch männlich

Mittwoch, 29. Januar 2014

Die Atmosphäre in San Niccolò

San Niccolò ist wirklich kein Stadtviertel, es ist eher ein Teil der Stadt. Und so ein schöner Teil.
San Niccolò, schon wieder am linken Arnoufer.
Eine schmale Strasse, mit vielen interessanten Läden. Ich habe ein paar Schaufenster fotografiert, hier sind Künstler, Handwerker, der berühmte Clet, der Verkehrsschilder phantasievoll personalisiert..








Man geht bis zu Ende der Strasse via San Niccolò, wo man dann aufwärts hingeht, durch das Tor San Miniato Richtung Forte Belvedere, eine aussergewöhnliche natürlich von den Medici gewollte Festung.
Hier ist es noch schöner, weil die Stadtmauer noch mit Wiesen und Bäumen daneben steht .
Kleine Häuser, die aber perfekt und gepflegt aussehen. Die Gegend ist eigentlich ziemlich teuer.


Man trifft viele Ausländer aber nicht Touristen, eher Leute die hier wohnen, wie z. B. alte florentinische Damen, Familien mit Kindern oder junge amerikanische Studenten, die joggen.

Sie stehen jetzt am Fuss von dem Giardino delle Rose (Rosengarten), einem offentlichen Garten, der durch das ganze Jahr offen ist und wo man eine aussergewöhnlcihe Aussicht auf die Stadt geniesst.

Hier ist auch ein beliebtes Lokal, wo man essen kann, Fuoriporta. Nicht preiswert aber sicher zu empfehlen, nicht nur für die gute Auswahl der Weine sondern auch für die niedlichen Tischen draussen, im Sommer besonders angenehm.

Dienstag, 14. Januar 2014

Die nähere Umgebung

Die nähere Umgebung von Florenz ist Landschaft. Schöne, herrliche, toskanische Landschaft.
Nicht überall, aber wo Hügel sind, ist es schön.
Ich finde diese Eigenschaft bezaubernd; zuerst ist man mitten in der Stadt, nach zehn Minuten Laufen erreicht man Wiesen, Strässchen, weisse Wände, die Felder vom Asphalt trennen.

Nicht weit weg von meinem Zuhause sieht man zum Bespiel diese Landschaft: und hier sind wir 500 Meter entfernt von dem Eingang des grössten Krankenhaus der Stadt, Careggi.



Ja, die Stadt hat sich verbreitet.
Aber alles, was ich so liebe: Olivenbäume, Zypressen, eine alte Villa die aus dem Grünen ragt, das findet man überall .

Man kann Florenz nicht nur wegen der Renaissance lieben, nicht nur wegen Maler, Bildhauer und Architekten, nein, auch weil die Natur hier immer noch herrscht.

Montag, 6. Januar 2014

Besuchstipp: die Medici Villa von Castello

Jede Jahreszeit hat ihr Museum. Das gilt vor allem in Florenz, das von Millionen Touristen besichtigt wird. Die richtige Auswahl kann den Besuch in dieser Stadt sehr angenehm machen, die falsche Auswahl kann entweder irritierend oder sehr anstrengend sein.
Vorausgesetzt dass Winter die beste Zeit zur Besichtigung ist, weil die Stadt nicht so überfüllt ist, an manchen Orten sind nie Massen von Touristen zu finden.
Zum Beispiel die Medici Villa von Castello.
Seit ein paar Monaten sind die toskanischen Medici Villen UNESCO-Welterbestätten geworden.


Die Villa hat die typische Schlichtheit des Renaissance-Stils, ihre Farben sind weiss und grau. Hinter der Villa befindet sich der Garten mit  freiem Eintritt.
Mein beliebter Teil des Gartens ist der italienische, mit geometrischer Struktur; dort sind viele Pflanzen und viele Zitronen- und Orangenbäumen. Die Medici liebten die Zitrusfrüchte und haben mit diesen Pflanzen auch neue Sorten versucht bzw. eingepropft.
Hier bei der Villa sind noch viele wunderschöne Exemplare von Zitrusfrüchten zu bewundern, die im Winter im Wintergarten zum Schutz bleiben.


Die Gärtner brauchen einen ganzen Monat, um alle Pflanzen aus dem Wintergarten herzuholen.

Ich mag diesen Garten und den hinterliegenden wilden oder romantischen Park. Es ist wirklich ein Ort der Schönheit.


Die Villa ist der Sitz von der alten und wertvollen Accademia della Crusca, einer alten Sprachgesellschaft, einer Institution, die die italienische Sprache unter der Lupe hat, sie beobachtet und beschreibt und schutzt.
Die "Crusca" hat also eine eigene lange Tradition und in der Villa findet man immer noch Spuren von dieser Tradition, wie z.B. die Spaten mit den Symbolen von den verschiedenen Cruscanti, d.h. den Teilnehmern der Akademie.



Ein guter Tipp: die Villa kann man einmal im Monat besichtigen. Am ersten Sonntag jeden Monats sind um 10 - 10.30 - 11 - 11.30 -12 Uhr geführte Besichtigungen für kleine Gruppen da.

Man muss reservieren; der Besuch kostet € 5; Reservierungen per e-mail an
accademiadellacrusca@cscsigma.it (die Cooperativa Sigma ist eine Genossenschaft für kulturelle Dienstleistungen).

Die Villa di Castello ist ungefähr 25 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Man erreicht sie mit dem Bus 28 oder 2 .

Donnerstag, 2. Januar 2014

Ein gutes neues Jahr und Tipps zum Essen

Ja, 2014 ist da und natürlich hoffen wir alle, es wird ein super gutes Jahr sein!
Hoffentlich das Jahr, in dem Sie nach Florenz fahren!

Heute erhalten Sie von mir den ersten Restaurantstipp. Sie sollten wissen, dass ich Vegetarierin bin, also von mir erfahren Sie nie, wo man die beste bistecca alla fiorentina (Steak) isst.
Viele sagen, in Italien isst man überall sehr gut; es kann sein.  Doch in einer touristischen Stadt wie Florenz kann man auch nicht so tolle Erfahrungen haben.

Mein Tipp ist zur Buchhandlung BRAC. Ein sehr netter Ort in der Innenstadt, wo man Bücher verkauft und essen kann.
BRAC ist in der via dei Vagellai (am rechten Arnoufer) nicht weit weg von Palazzo Vecchio. Die Strasse ist eng und das Lokal hat kein Schild, also die Hausnummer ist grundsätzlich. Es ist auch ziemlich klein und normalerweise ist es besser einen Tisch zu bestellen.


Italiener essen ab 20.30 Uhr zu Abend, wenn Sie früher gehen, haben Sie dann kein Problem.
BRAC ist den ganzen Tag geöffnet, man kann dort frühstücken, schnell zu Mittag essen, Tee bzw. Kaffee trinken usw.
Am Abend ist aber die grösste Atmosphäre dort. Ambiente ist sehr besonders, mit kleinen Tischen am Hof - einem winzigen Hof - und das Kerzenlicht am Tisch.
BRAC hat nur vegetarische Gerichte. Man kann à la carte oder die gemischte Platte essen. Ich nehme immer die gemischte Platte (piatto unico) sie besteht aus drei Gängen: Salat, Reis oder Pasta, einem Gericht mit pane carasau (einem sardischen flachen Brot, sehr wechselhaft).

Diese Platte ist sehr gut und kostet 12 euros. Hier finden Sie auch Wein (nicht unbedingt eine Flasche, auch ein Glas) und Bier.

Sollte ich BRAC bezeichnen
gute Atmosphäre
gutes Essen
gute Preise

via dei Vagellai 18, Firenze

Alles um Kastanien

Es gibt kaum eine andere Jahreszeit, die so grosszügig ist wie der Herbst . Draussen in der Natur kann man Trauben und Feigen pflücken, auf ...