Samstag, 8. April 2017

Villa Bardini: Kann man den Duft fotografieren?

Natürlich nicht oder vielleicht leider nicht, weil es schön wäre, nicht nur Blumen und Farben zu fotografieren, sondern auch Düfte zu fangen.
Es ist Zeit, den Garten von Villa Bardini zu besuchen. An diesn Tagen ist es das Paradies der Blüten.
So sieht es heute in dem Garten von Villa Bardini aus.


Alles blüht. Die rosa Bäume sind spektakulär aber am liebsten mag ich die Glyzinenlaube:
ein Tunnel aus Farbe und Duft, ein herrlicher Traum.





Allen zu empfehlen: einen Besuch im Garten der Villa Bardini und kurz danach einen Spaziergang in den schönen Strassen von San Niccolò


Sonntag, 2. April 2017

Frühling! oder vielleicht Sommer?

Frühling ist ausgebrochen.
Oder vielleicht ist Sommer ausgebrochen?
es ist wirklich sehr sehr warm seit den letzten Tagen in der Stadt. Die Temperaturen sind hoch und Sommer lässt sich schon erkennen.

Ein Besuch im Stadtpark lohnt sich.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten hier in Florenz.
In der Nähe von mir, wo ich wohne, ist der Park Stibbert, davon habe ich schon geschrieben.
Gleich nebenan ist ein öffentlicher Park mit vielen schönen Bäumen in voller Blüte.


Welchen Stadtpark kennen Sie in Florenz?
Welchen möchten Sie kennen lernen?



Freitag, 31. März 2017

Am Fluss entlang

Leben am Fluss. Natur geniessen.
Heute habe ich aber einen Aspekt von meinem Fluss, Arno mit Wunder entdeckt. Ein Aspekt,  den ich früher gar nicht kannte. Noch nie hatte ich den Wanderweg am Fluss gesehen; es stimmt auch, dass ich am anderen Ende der Stadt wohne, aber... mein Job ist Florenz zu kennen, wie mein eigenes Haus.

Auf jeden Fall ist am rechten Arnoufer ein wunderbarer Wanderweg: er beginnt direkt nach dem Theater Obihall und endet in dem naheliegenden Vorort Girone; in der Zukunft wird der Rad-und Wanderweg Pontassieve erreichen, d.h. eine kleine Stadt der Umgebung; ein Projekt ist schon finanziert worden.

Ein paar sehr schöne und alte Häuser stehen hier am Wasserrand; auch ein paar elegante Hotels.


Arno ist nicht sauber und nicht blau, darin zu baden kann man vergessen und mit Boot darf man hier auch nicht fahren. Aber Kanus dürfen schon und spazierengehen ist süss, wenn man die Stadt verlässt und alles grün wird. Bäume spiegeln sich im Wasser und ab und zu ist eine pescaia da (eine Art künstliche Schleuse) wo man in der Sonne liegen kann.



Der Wanderweg kann besonders interessant für diejenigen sein, die mit Wohnmobil oder Wohnwagen auf dem Campingplatz Firenze Sud übernachten. Ein schöner Spazierengang in der Natur ohne den Stress der Stadt.

Am anderen Arnoufer (am linken) ist hier auch ein Kanu -Verein.


Mittwoch, 29. März 2017

Die Parks in Florenz

In der Innenstadt haben wir einige schöne Parks bzw. Gärten. Es sind die grünen Spots von den Privatpalästen der adeligen Familien der Stadt:
Orti Oricellari (die Familie heisst Rucellai)
Giardino Corsini (von der Familie Corsini)
Giardino della Gherardesca (vom Palast der gleichnamigen Familie, heute Four Seasons Hotel)
und natürlich der grosse Giardino di Boboli, die Verlängerung des Palasts der Medici Familie.

Der grosse öffentliche Park der Stadt trägt den Namen Le Cascine. Er liegt am Arno-Ufer und erstreckt sich 4 Km. lang.


Den Park wollten die Medici als Agrarland und als Jagdrevier. Lange Zeit war er nur für die herrschende Familie gemeint aber erst dank Elisa Baciocchi Grossherzogin der Toskana und Enkelin von Napoleon wurde der Park endgültig dem Publikum geöffnet. Das passierte zwischen 1807 und 1815.
Der Park ist gross und wie alle Stadtparks hat er dunklere Seiten bzw. Ecken, wo illegale Aktivitäten in voller Ruhe stattfinden können.
Sonst ist er sehr beruhigend und besonders zu empfehlen, wenn man müde vom Asphalt und Steinen und Museen ist.
Die Leute von Florenz treiben hier Sport oder gehen spazieren. Am Dienstag Morgen wird hier ein grosser Markt gemacht; man kann Lebensmittel und Bekleidung kaufen.


Am liebsten fahre ich hier Rad. Alle Jahreszeiten sind hier angenehm schön: im Herbst sind die grossen und alten Ginko Biloba wunderschön gelb. Im Frühling grünt alles und die Spiraea blüht: das viele Gebüsch ist weiß wie Wolken.
Im Sommer kann man hier ein bisschen Erfrischung finden, denn die Bäume sind dicht.



Schade nur, dass man den Fluss nicht nutzen kann. Es wäre schön, ein Boot zu leihen oder zu baden, aber das ist noch unmöglich.



Montag, 13. März 2017

Pieve a Ripoli

Die nähere Umgebung von Florenz ist das Ziel von meinen Spaziergängen am Wochenende.
Gestern war diese Umgebung wirklich nah, denn Pieve a Ripoli liegt direkt 100 Meter nach einem Strassenschild wo die Gemeinde Florenz endet und die Gemeinde Bagno a Ripoli beginnt.



Aber ist es nicht faszinierend? 5 Minuten von Piazza Santa Croce, am Rande von einem sehr befahrenen "viale" herrscht die toskanische Landschaft mit all den Symbolen.
Ja, die uralte Pievekirche von Ripoli steht noch da, mit den Zypressen, mit dem alten Haus, mit der grünen Wiese.

Ich finde es bezaubernd. Ich mag es so sehr. Und jetzt, wo wir Frühling haben, blühen die kleinen Blüten der Kirschbäume.




Samstag, 11. März 2017

Da wo die Kamelien herrschen

Heute habe ich ein sehr interessantes Dorf besichtigt und ich möchte davon sprechen, auch wenn es nicht Florenz ist.
Eigentlich heisst das Dorf Pieve di Compito und es liegt in der Nähe von Lucca.
In diesem Dorf wird einmal im Jahr ein grosses Kamelienfest gefeiert. An drei Wochenenden (am 11.12. 18.19; 25.26. März) wird das Dorf zu einer riesigen Kamelienausstellung.

Das Dorf selbst ist alt und einsam, die Häuser sind gut gepflegt und gelten 99% als Ferienhäuser der nahen Lucca-Einwohner.
Die Kamelien sind überall, in jedem Garten, in allen Villen und auch auf öffentlichen Räumen wie Parkplätze oder an den Flussufern.
In dieser Jahreszeit blühen die Kamelien  in allen Farben und Grössen auf.



Es ist erstaunlich, es gibt Kamelienpflanzen aller Grössen. Die Villa Borrini hat zum Beispiel einen richtigen Kamelienhain, mit alten und wunderschönen Pflanzen.
Der Borrini war eigentlich der Gründer der Kamelienzucht in Pieve di Compito. Er mochte diese Pflanze, die aus dem Osten kam, unheimlich und machte viele Hybridisierungen, so dass immer neue Arten entstanden.

Dazu müssen sowohl das Klima als auch der Boden in Pieve besonders günstig sein.
Wie gesagt, es ist eine wahre Ausstellung. Man bezahlt eine Eintrittskarte für 6 euros und man darf das Auto ausserhalb des Dorfes parken (zum Glück dürfen private Autos nicht fahren); ein Shuttle Bus fährt uns dann in wenigen Minuten zum Dorf.



Die Kamelien sind überall. Einfach neugierig sein oder dem "Kamelienweg" folgen.
Mit der Eintrittskarte darf man dann auch die privaten Gärten der alten Villen besichtigen und an den vorgesehenen Ereignissen teilnehmen.

Alles hat mir sehr gut gefallen. Blühende Bäume sind im Moment die reine Schönheit.
Das Dorf ist auch reizend, man atmet die Atmosphäre der Vergangenheit.
Kamelien kann man auch kaufen, ich habe es aber nicht gemacht, da ich schon eine auf meinem Balkon habe.



Aus Florenz A11 nehmen, Ausfahrt Capannori. Fahrzeit ungefähr 50 Minuten

Dienstag, 7. März 2017

Internationaler Frauentag

Am 8. März haben wir den Internationalen Frauentag - Weltfrauentag.

Sind Sie als Touristin in Florenz, dann kommen Sie heute in alle Museen kostenlos rein.




Sehr gute Gelegenheit, von der Stadt zu profitieren!

Da aber die Lage der Frauen in der ganzen Welt immer schlimmer wird, findet heute (am 8. März) eine grosse Frauendemo in der Innenstadt statt.
Treffpunkt piazza Santissima Annunziata um 18 Uhr.
Man kann vorbei kommen und mal schauen; oder aktiv daran teilnehmen.





Ubrigens, zum Internationalen Frauentag schenkt man den Frauen Mimosenblüten wenigstens in Italien.
Wunderbare Pflanze, wunderbare Farbe.

Freitag, 3. März 2017

Bilder des Frühlings in der Stadt Florenz

Es ist Frühling. Wie jedes Jahr kommt der Frühling immer unerwartet an. Plötzlich ist die Luft wärmer, das Licht heller und die Blumen sind überall.
In meiner Stadt gibt es zum Glück immer noch viele Bäume, die im Frühling völlig aufblühen. Man sieht sie am Rande der Strassen, in den privaten Gärten, in den öffentlichen Parks aber auch in der näheren Umgebung der Stadt, wo das Land beginnt.
Zum Beispiel in der Nähe von meinem Zuhause.

Ich habe immer entweder meine Kamera oder mein Handy in der Tasche und versuche, diese enorme Schönheit in Bildern zu fangen.
Ich bin nur manchmal erfolgreich, ich bin auch keine besonders gute Photographin.

Wir brauchen Schönheit und die Schönheit der Natur ist wunderbar und rührend.

Hier finden Sie ein paar Beispiele meiner Lieblings

die Magnolia Japonica von piazza Beccaria



der Kirschbaum am Statuto Bahnhof




der cercis siliquastrum vor meinem ehemaligen Büro


ein neuer Baum, direkt hinter der Oper (da, wo ich im Moment arbeite)


ein Kirschbaum an dem viale Matteotti

Montag, 6. Februar 2017

Vespa, was sonst?

Wenn man Italien sagt, dann denkt man in der ganzen Welt an ein paar typische Sachen bzw. Produkte: pasta, Ferrari, Vespa.
Heute erzähle ich Ihnen etwas von der Vespa, dem italienischen Moped, das vom Betrieb Piaggio hergestellt wird. Und wo ist Piaggio? in der Toskana und zwar in der Stadt Pontedera, eine 20 Minuten Fahrt von Pisa, knapp eine Stunde Auto bzw. Zug aus Florenz.
Ehrlich gesagt ist Pontedera nichts besonders als Stadt, aber in der ehemaligen Werkhalle von Piaggio ist seit dem Jahr 2000 ein Museum ausgestellt, das Museo Piaggio.


Das Thema oder Leitmotiv des Museums ist die Vespa. Obwohl Piaggio eine Firma ist, die viele verschiedene Verkehrsmittel gebaut hat, sind die Vespa- Exponate das Interessanteste.

Die ersten Exemplare gehen in die 40er Jahre zurück, die neusten sind die von heute.
Die alten Vespa erinnern an sehr populäre Filme wie ROMAN HOLIDAY (1953 mit Audrey Hepburn) oder andere italienische, die im Ausland vielleicht nicht sehr berühmt sind.
Die Vespa hatte für die Italiener der Nachkriegszeit eine extrem wichtige Bedeutung, da wenige sich ein Auto leisten konnten doch viele ein Moped.

Die Vespa Sammlung ist wirklich erregend und es werden im Museum auch die technischen Innovationen erklärt, die während der Jahren entwickelt wurden; viele Plakate beweisen die kommunikativen Aktionen der Firma Piaggio, die in den 70er und 80er Jahren in Italien wirklich boomte.


Ubrigens sind Zweiräder bei uns noch sehr beliebt, wie jede/r Tourist/in in Italien merkt.

Das Museum ist jeden Tag geöffnet, ausser montags. Der Eintritt ist frei.
Ein Piaggio Archiv ist auch zu bewundern.
www.museopiaggio.it


Montag, 30. Januar 2017

Nicht immer pizza sondern cecina!!

Wer kennt schon die cecina? Man kennt sie auch mit anderen Namen und zwar als torta di ceci oder farinata. Sie wird traditionell an der thyrrenischen Küste zubereitet also von Ligurien bis zur Insel Elba. Und wer weiss, da die Insel Elba ein beliebtes Urlaubsziel für Deutsche ist, dann kennen Sie die cecina vielleicht doch!
Eine mögliche Uebersetzung wäre Kichererbsen-Blechkuchen; es ist aber nichts Süsses.
Dazu braucht man Kichererbsenmehl, Wasser und Olivenöl. Ein super einfaches und super gesundes Essen, das aber nicht leicht zu machen ist. Eigentlich backt man die cecina im Backofen, bei sehr höhen Temperaturen - am besten, wo man auch pizza backt.



Die Besonderheit von cecina ist, dass sie knusprig an der Oberfläche aber sehr cremig im Inneren ist. Sie wird im grossen, runden Backblech gebacken und noch heiß in Scheiben geschnitten. Super gut!

Wie gesagt, ist sie typisch von der Küste und man könnte in Florenz nur sehr schlechte Varianten kosten. Aber seit ein paar Monaten haben wir auch eine cecineria und zwar in der Innenstadt!

Itaco ist der Name von diesem Lokal, das Sie in via dei Servi kurz vor Piazza Santissima Annunziata finden.
Dort wird cecina mehrmals am Tag gebacken und nicht nur die einfache, traditionelle, sondern auch leckere Varianten mit Zweibeln oder Zucchiniblüten. Ein Stück kostet 2 euro.
Man kann an der Thecke bestellen und dann sich zu Tisch setzen. Oder man setzt sich und erwartet die Bedienung. Alles steht auf der Karte.


So...... ich würde Itaco für den kleinen Hunger schon empfehlen.
Ubrigens steht 
pizza auch im Menu.


Freitag, 20. Januar 2017

In die Uffizien? die richtige Zeit ist bald da!

Die richtige Zeit macht den perfekten Besuch. Es ist nicht immer einfach und nicht immer moeglich. In Florenz ist die Hochsaison sehr lang.
Ich arbeite im Tourismusbereich und weiss, wie völlig erschöpfte Touristen manchmal zum Info-Schalter kommen. Sie würden es nie zugeben, aber der Urlaub wirkt total anstrengend. Nicht nur wegen der vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt Florenz, sondern auch wegen der überfüllten Räume.
Die Stadt ist nicht so gross, die Museen sind viele aber alle wollen zu den 3--4 MUSTS der Stadt und die Galerie der Uffizien gehoert dazu.
Auf jeden Fall  sind die winterlichen Monate die beste Zeit, um Florenz zu besichtigen.
In der Stadt sind nur wenige Touristen, man erlebt das echte Florenz-Leben.
Und es ist auch die Zeit, wo wir Einwohner uns einen Besuch der Uffizien gönnen.
Machen Sie das auch! Das ist der Eingang zu der Galerie heute, am 20. Januar 2017.
Der Aufseher hat nichts zu tun.




Die Uffizien sind ein Moloch, so viele Kunstwerke. Man kann an einem Tag alles sehen aber wie anstrengend ist das! Oder man kann sich seinen personalisierten Besuch sortieren, d.h. die Renaissance bevorzugen oder Michelangelo, oder was Ihnen am meisten interessiert.

Neulich sind die Säale völlig renoviert worden, jetzt sind viele Wände gestrichen in blau oder rot und das hilft den Bilderfarben unheimlich, finde ich.
Der Tondo Doni von Michelangelo z.B. sieht jetzt so aus



Und wenn Sie oben sind und die Cafeteria erreichen, dann haben Sie dank dem besonderen, herrlichen winterlichen Tageslicht diese Aussicht. Die Cafeteria ist sehr teuer, rechnen Sie damit, bevor Sie etwas bestellen. Dagegen bezahlt man für dieses Museum, das eins der berühmtesten der Welt ist, im Winter nur 8 Euro. Unter 18 Jahren bezahlt man nichts, unter 25 Jahren bezahlt man nur die Hälfte: die Preise gelten nur für europäische Bürger.

Viel Spass!!!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Schlimmer Winter

In den letzten Tagen habe ich nichts mehr veröffentlicht. Es waren schlimme Tage. Die Kälte war bitter es hat in der Stadt zum Glück nicht geschneit, was immer zur Tragödie wird. Wir können mit Schnee nichts anfangen.
Es hat aber auf den Hügeln doch geschneit und in Florenz war es kalt und windig.

Keine Lust, in der Stadt herumzutreiben.

Wenn der Wind stark ist, ist es auf dem Domplatz fast unerträglich: er zieht gewaltig und eisig.
Das Bild hier stammt von gestern




Windig am Tag und in der Nacht.
Der eisige Wind fegt Luftverschmutzung, Wolken und Nebel.



Ubrigens sind meine Gedanken bei den unglücklichen Bevölkerungen von Abruzzen, wo nach dem vielen Schnee gestern auch noch wieder Erdbeben gab. Arme Leute.